Ein Nachsendeauftrag leitet Ihre Post während des Umzugs für einen festgelegten Zeitraum an die neue Adresse weiter. Online kostet er bei der Schweizerischen Post CHF 45.– für 12 Monate, alternativ CHF 35.– für 6 Monate oder CHF 55.– für 18 Monate.
Wenn Sie gerade zwischen Kartons, Schlüsselübergabe und Wohnungsabgabe stehen, ist genau das einer der Punkte, der schnell vergessen geht. Und dann fehlt plötzlich nicht irgendein Prospekt, sondern eine Rechnung, eine Bankmitteilung oder ein Brief von einer Behörde.
Beim post nachsendeauftrag schweiz geht es deshalb nicht um Bürokratie um der Bürokratie willen. Es geht darum, den Übergang sauber abzusichern. Die neue Wohnung ist vielleicht schon organisiert. Der physische Umzug auch. Aber Ihre Adresse lebt noch an mehreren Orten gleichzeitig. Genau in dieser Phase verhindert der Nachsendeauftrag, dass wichtige Sendungen ins Leere laufen.
Ihr Umzug steht an Die Post zieht mit
Am Umzugstag läuft vieles parallel. Jemand wartet auf den Transporter, in der alten Wohnung fehlt noch ein Übergabeprotokoll, und im neuen Briefkasten liegt noch nichts. Genau in dieser Phase entstehen die typischen Lücken. Ein Brief geht an die alte Adresse, der Absender kennt den Wechsel noch nicht, und Sie merken es oft erst dann, wenn eine Frist bereits läuft.
Der Nachsendeauftrag schliesst genau diese Lücke. Er überbrückt die Wochen, in denen Ihre neue Adresse zwar existiert, aber noch nicht bei allen Stellen sauber hinterlegt ist. In der Praxis ist das weniger eine Formalität als eine Absicherung für den Alltag. Vor allem dann, wenn Rechnungen, Vertragsunterlagen oder persönliche Sendungen nicht vom Zeitpunkt Ihres Umzugs wissen.

Ich empfehle, den Nachsendeauftrag nicht isoliert zu behandeln. Er gehört in denselben Plan wie Strom, Internet, Einwohnerkontrolle und die Schlüsselübergabe. Wenn Sie dafür eine klare Reihenfolge brauchen, hilft eine Umzugs-Checkliste für die Schweiz. So erledigen Sie die Post nicht erst dann, wenn schon die ersten Sendungen an der falschen Adresse landen.
Wichtig ist auch das Warum dahinter. Der Nachsendeauftrag ersetzt keine vollständige Adressänderung bei Banken, Versicherungen, Behörden oder Onlineshops. Er verschafft Ihnen Zeit. Und genau diese Reserve entscheidet beim Umzug oft darüber, ob alles ruhig weiterläuft oder ob Sie später einzelnen Briefen, Paketen oder amtlichen Schreiben hinterherrennen müssen.
Wer früh plant, spart später Rückfragen, Umwege und unnötigen Aufwand.
Der Nachsendeauftrag erklärt Was er kann und was nicht
Viele verwechseln den Nachsendeauftrag mit einer vollständigen Adressänderung. Das ist er nicht. Er ist eine Weiterleitungslösung für den Übergang. Das ist praktisch, aber eben nicht dasselbe wie eine offizielle Mitteilung an Behörden, Banken oder Versicherungen.
Die Grundidee ist einfach. Die Post erkennt Sendungen an Ihre alte Adresse und leitet sie an Ihre neue Adresse weiter. Das betrifft gemäss der Produktbeschreibung der Post Briefe, Pakete und adressierte Zeitungen im Rahmen des Services Adressänderung mit Nachsendung.

Was der Dienst in der Praxis gut abdeckt
Im Alltag ist der Nachsendeauftrag besonders hilfreich für Sendungen, bei denen Sie nicht kontrollieren können, wann der Absender die neue Adresse tatsächlich übernimmt.
Dazu gehören häufig:
- Rechnungen und Vertragsunterlagen. Gerade bei Energie, Krankenkasse oder Verwaltung kommt Post oft noch an die alte Anschrift.
- Persönliche Briefe und Mitgliedschaftspost. Nicht kritisch, aber lästig, wenn sie wochenlang an der alten Adresse hängen bleiben.
- Bestellungen und adressierte Zustellungen. Das ist wichtiger geworden, weil E-Commerce stark geblieben ist. Während der Pandemie stellte die Post 2020 182,7 Millionen Pakete zu. 2023 lagen die Volumina bei 185 Millionen Paketen. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig eine korrekte Adressverwaltung geworden ist, gerade bei Bestellungen und Lieferungen im Alltag, wie die Geschichte der Schweizer Post festhält.
Was der Dienst nicht ersetzt
Hier passieren die meisten Missverständnisse. Der Nachsendeauftrag sorgt dafür, dass Post weiterläuft. Er sorgt nicht dafür, dass jede Stelle Ihre neue Adresse automatisch als offizielle Anschrift übernimmt.
Praktisch heisst das:
| Bereich | Nachsendeauftrag hilft | Reicht allein nicht |
|---|---|---|
| Private Briefe | Ja | Nein, wenn Absender dauerhaft umstellen soll |
| Pakete | Ja, im Rahmen des Services | Nein, wenn Händler noch mit alter Adresse arbeiten |
| Behördenkontakte | Teilweise für eingehende Post | Nein, offizielle Meldung bleibt Ihre Aufgabe |
| Verträge und Konten | Übergangsweise | Nein, Stammdaten müssen direkt geändert werden |
Praxisregel: Nutzen Sie den Nachsendeauftrag als Sicherheitsnetz, nicht als Ersatz für Ihre Adressliste.
Ein weiterer Punkt ist der gelbe Umleitungskleber. Er zeigt dem Absender, dass die Sendung umgeleitet wurde. Das ist sinnvoll, weil der Absender dadurch erkennt, dass die Adresse veraltet sein könnte. Für Sie bedeutet das aber auch: Der Nachsendeauftrag ist sichtbar als Übergangslösung gedacht, nicht als Dauerzustand.
Ihren Nachsendeauftrag online einrichten Eine Anleitung
Sie sitzen zwischen Umzugskartons, der Internetvertrag ist schon angepasst, der Strom läuft ab dem Einzugstag, und dann fehlt noch die Post. Genau an diesem Punkt wird der Nachsendeauftrag oft schnell nebenbei erfasst. Die eigentlichen Probleme entstehen aber fast nie beim Bezahlen, sondern bei kleinen Eingabefehlern, die später echte Folgen haben: ein vergessener Vorname, ein falsches Startdatum, eine c/o-Zeile, die nicht sauber übernommen wurde.

So richten Sie den Auftrag online sauber ein
Der Online-Prozess ist kurz. Gute Vorbereitung spart dabei mehr Zeit als jede schnelle Eingabe.
Konto erstellen oder anmelden
Für die Erfassung brauchen Sie ein Login bei der Post. Das funktioniert auch mit SwissID. Klären Sie das am besten vorab und nicht erst am Abend vor dem Umzug.Alte und neue Adresse exakt erfassen
Übernehmen Sie Strasse, Hausnummer, allfällige Zusatzangaben und c/o-Daten genau so, wie sie auf Ihren Sendungen stehen. Gerade bei Mehrfamilienhäusern, Firmenadressen oder Untermiete führen kleine Abweichungen sonst zu Rückfragen oder Lücken.Startdatum mit Reserve wählen
Der Auftrag sollte einige Werktage vor dem Umzug erfasst sein. Ich plane dafür immer etwas Puffer ein, besonders bei Umzügen auf Monatsende, an Feiertagen oder wenn mehrere Personen gleichzeitig umziehen.Personen einzeln hinzufügen
Erfassen Sie jede Person separat, die an der alten Adresse Post erhält. Dazu gehören Partner, Kinder, WG-Mitglieder und in manchen Fällen auch Firmenbezeichnungen oder Vereinsnamen.
Damit Sie den Ablauf einmal visuell sehen, hilft dieses Video:
Der Punkt, an dem Familien und WGs am häufigsten stolpern
Die Post leitet Sendungen nur für die erfassten Namen weiter. Wer mit mehreren Personen wohnt, sollte deshalb vor dem Ausfüllen zwei Minuten investieren und alle Namen aufschreiben, die auf Briefen, Rechnungen, Krankenkassenpost oder Bestellungen auftauchen.
In der Praxis sind diese Fälle die typischen Lücken:
- Kinder mit eigener Post
- Partner mit anderem Nachnamen
- WG-Mitglieder, die nur selten Briefpost erhalten
- Firmen- oder Vereinsnamen
- Sendungen mit c/o oder Namenszusatz
Entscheidend ist die Schreibweise. Wenn Sendungen mal auf "Anna Meier", mal auf "Anna Meier-Huber" ankommen, prüfen Sie genau, welche Variante tatsächlich verwendet wird. Der Nachsendeauftrag ist nur so gut wie die Namen, die Sie eintragen.
Adressaktualisierung hilft, ersetzt aber keine eigene Liste
Im Online-Prozess erscheint oft auch die Option Adressaktualisierung. Die Funktion kann nützlich sein, weil bestimmte Absender dadurch auf die neue Anschrift hingewiesen werden. Für den Umzug ist das eine Entlastung, vor allem bei weniger kritischen Kontakten.
Trotzdem bleibt ein klarer Unterschied zwischen Übergang und Dauerlösung.
Melden Sie Behörden, Banken, Versicherungen, Arbeitgeber, Online-Shops und Abos weiterhin direkt um. Genau dort wird es sonst mühsam. Die Post leitet zwar vorübergehend weiter, aber die Stammdaten beim Absender bleiben veraltet. Bei amtlicher Post, wichtigen Fristen oder Auslandssendungen sollte man sich auf diese Zwischenlösung nie allein verlassen.
Meine Praxis-Checkliste vor dem Klick auf "Bestätigen"
Kontrollieren Sie vor dem Absenden diese Punkte:
- Sind alle Namen vollständig erfasst
- Stimmt das Startdatum wirklich mit der Wohnungsübergabe überein
- Sind Hausnummer, Zusatz und Postfach korrekt
- Fehlt eine c/o-Angabe
- Gibt es Pakete, Behördenpost oder internationale Sendungen, die Sie separat im Blick behalten müssen
Prüfen Sie danach die Bestätigung sofort. Ein sauber erfasster Auftrag nimmt viel Druck aus den ersten Wochen nach dem Umzug. Ein ungenauer Auftrag produziert genau die Art von Nacharbeit, die man in dieser Phase am wenigsten braucht.
Kosten Laufzeiten und die Alternative in der Filiale
Nicht jeder will den Auftrag online erfassen. Manchmal ist der Gang in die Filiale einfacher, etwa wenn Sie Fragen haben oder sich bei den Daten unsicher fühlen. Dann sollten Sie aber den Preisunterschied kennen.
Online oder Filiale im direkten Vergleich
Die Online-Variante ist günstiger. In der Filiale kommt ein Aufschlag von CHF 12 dazu, ausserdem brauchen Sie einen Ausweis. Wer digital fit ist, fährt online meist besser. Wer persönliche Unterstützung will, bekommt sie eher am Schalter.
| Variante | Laufzeiten | Preisbasis | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Online | 6, 12 oder 18 Monate | CHF 35.–, CHF 45.–, CHF 55.– | günstiger und direkt erfassbar |
| Filiale | 6, 12 oder 18 Monate | Onlinepreis plus CHF 12 | Ausweis erforderlich |
Der praktische Trade-off ist simpel. Online sparen Sie Geld und erledigen es oft schneller. In der Filiale haben Sie dafür die Chance, Unklarheiten direkt anzusprechen.
Was bei Umzügen ins Ausland anders läuft
Bei grenzüberschreitenden Umzügen wird es unübersichtlicher. Für CH-interne Fälle sind die Preise klar. Bei Nachsendungen aus dem Ausland berichten Nutzer in Foren laut Comparis zum Nachsendeauftrag nach dem Umzug von möglichen zusätzlichen Nachentgelten, die oft bei CHF 5.– bis CHF 20.– pro Sendung liegen können.
Für die Praxis heisst das nicht, dass jede internationale Nachsendung teuer wird. Es heisst nur, dass Sie hier nicht mit derselben Planbarkeit rechnen sollten wie bei einem rein schweizerischen Umzug. Bei einem Umzug von Deutschland in die Schweiz oder zurück ist die direkte Adressmeldung an wichtige Absender oft der sicherere Weg.
Häufige Fehler und wichtige Ausnahmen beim Nachsenden
Der grösste Denkfehler lautet: Ich habe einen Nachsendeauftrag. Also ist meine Adressänderung erledigt. Genau das stimmt nicht.
Der Auftrag fängt Post ab. Er ersetzt keine offizielle Meldung. Wenn Sie sich nur auf die Weiterleitung verlassen, holen Sie sich später unnötige Arbeit zurück. Nicht sofort, aber dann, wenn eine Stelle Ihre alte Adresse noch immer als Hauptanschrift führt.

Diese Stellen müssen Sie selbst informieren
Ein sauberer Umzug braucht fast immer eine separate Meldung an wichtige Kontakte.
Typische Gruppen sind:
- Behörden. Einwohnerkontrolle, Strassenverkehrsamt, AHV und weitere amtliche Stellen führen ihre eigenen Register.
- Finanzpartner. Banken, Leasinganbieter und Kreditkartenfirmen brauchen die neue Adresse direkt von Ihnen.
- Versicherungen und Krankenkasse. Sonst läuft Korrespondenz weiter über alte Daten.
- Arbeitgeber, Schulen, Vereine und Abos. Diese Adressen ändern sich nicht automatisch.
Der Nachsendeauftrag ist ein Auffangnetz. Ihre Stammdaten pflegt er nicht für Sie.
Was in der Praxis oft schiefgeht
Drei Probleme sehe ich bei Umzügen immer wieder:
- Der Auftrag startet zu spät. Dann fällt genau die Post in die Lücke, die kurz vor dem Zügeltermin verschickt wurde.
- Namen sind unvollständig. Das betrifft besonders Familien mit Kindern und WGs.
- Online-Shops bleiben auf der alten Lieferadresse. Dann hilft der Nachsendeauftrag nur begrenzt, weil Bestellungen parallel falsch ausgelöst werden.
Am einfachsten ist eine kleine Liste auf Papier oder im Handy. Schreiben Sie jede Stelle auf, die regelmässig Post schickt oder Ihre Adresse in einem Kundenkonto gespeichert hat. Sobald die Meldung gemacht ist, haken Sie sie ab. So wird aus einem diffusen Risiko ein überschaubarer Ablauf.
Die ultimative Checkliste für Ihre Post beim Umzug
Der Nachsendeauftrag bleibt wichtig, auch wenn der Briefmarkt zurückgegangen ist. Laut der Baloise-Studie zum Schweizer Umzugsverhalten sank der Briefmarkt in rund 20 Jahren um etwa 40 %, trotzdem wurden 2023 noch 1,647 Milliarden adressierte Briefe versandt. Wichtige Post gibt es also weiterhin genug.
Nutzen Sie diese kurze Checkliste:
- Nachsendeauftrag früh erfassen. Nicht am Umzugstag, sondern mit Vorlauf.
- Alle Haushaltsmitglieder einzeln eintragen. Niemanden mitdenken, sondern jede Person konkret erfassen.
- Wichtige Absender direkt informieren. Behörden, Banken, Versicherungen und Arbeitgeber zuerst.
- Online-Kundenkonten prüfen. Lieferadresse und Rechnungsadresse getrennt kontrollieren.
- Bestätigung des Auftrags auf Fehler prüfen. Namen, Startdatum und Adresse nochmals lesen.
- Adressänderungen systematisch abhaken. Dafür hilft auch eine separate Übersicht zur Adressänderung bei Umzug.
Wer so vorgeht, behandelt den Nachsendeauftrag nicht als Einzelmassnahme, sondern als Teil eines vollständigen Umzugsplans.
Häufig gestellte Fragen zum Nachsendeauftrag
Kann ich einen Nachsendeauftrag für einen Untermieter einrichten
Nur wenn die betreffende Person korrekt im Auftrag erfasst wird und die Angaben zur tatsächlichen Empfangssituation passen. Entscheidend ist nicht die Wohnform, sondern dass die Post diese Person als Empfänger eindeutig zuordnen kann.
Gilt der Auftrag auch für meine Firma
Für Firmenumzüge braucht es in der Praxis besondere Sorgfalt. Unternehmenspost, verschiedene Namensvarianten und mehrere Standorte machen die Sache anfälliger für Fehler. Prüfen Sie genau, unter welchem Namen Sendungen tatsächlich eintreffen.
Was passiert mit Paketen von DHL oder DPD
Der Nachsendeauftrag der Schweizerischen Post regelt die Weiterleitung innerhalb ihres Services. Bei anderen Zustelldiensten sollten Sie sich nicht darauf verlassen, dass dieselben Regeln gelten. Ändern Sie die Lieferadresse direkt beim Händler und im jeweiligen Kundenkonto.
Kann ich einen bestehenden Auftrag ändern oder vorzeitig stoppen
Wenn sich nach dem Absenden noch etwas ändert, sollten Sie die Anpassung direkt bei der Post prüfen. Gerade bei Datum, Schreibweise oder Personenerfassung lohnt sich das sofort, bevor die Weiterleitung läuft.
Reicht der Nachsendeauftrag für die komplette Adressänderung
Nein. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Für die saubere Bekanntgabe Ihrer neuen Anschrift hilft eine separate Liste, wie sie in diesem Ratgeber zur richtigen Bekanntgabe der neuen Adresse nach dem Umzug beschrieben wird.
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